Harald Pflug - Krimiautor

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Wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?

Ich habe mich schon immer für Geschichtliches interessiert, lese aber lieber Romane und Thriller als langweilige Chroniken. Deshalb habe ich halt mal angefangen, Infos zu sammeln. Als ich im Internet ein Foto von einem militärischen Oldtimertreffen in Belgien fand (siehe Seite "Bücher"), fiel mir sofort eine Geschichte zu diesem Bild ein.

 

Hast Du schon andere Bücher geschrieben?

Nö. Ich hatte mal ein Storyboard für einen Kriegsfilm angefangen, nach knapp zwanzig Seiten aber wieder eingestellt, weil ich nicht mehr weiter wusste. Ich habe früher einige Artikel für Modell-Fachzeitschriften und Modellbau-Foren geschrieben. Ich bin nämlich seit über 30 Jahren RC-Modellbauer.

 

Viele Autoren haben ein Studium. Du auch?

Nein. Mittlere Reife und danach Schreiner gelernt. Ich habe eine hochdeutsche Erziehung mit sehr lehrreichen, aber positiven Erfahrungen in der Jugend bekommen. Ausserdem fuhren wir sehr oft nach Frankreich auf Studienreisen. Hat meine Schreibweise sicherlich geprägt.

 

Warum ein Krimi?

War nicht geplant. Als ich das Manuskript einem Verlag vorgestellt habe, sagten die mir sofort: ‘Das ist ein historischer Krimi!’ Ich dachte eigentlich eher an einen historischen Roman.

 

Woher weisst Du, wie man ein Buch schreibt?

Habe halt mal damit angefangen. Als mich jemand fragte, wer denn mein Protagonist sei, habe ich ihn wie ein Auto angeschaut. Kurz danach habe ich mir ein Buch über’s Roman-Schreiben gekauft. Ich war zwar danach nicht viel schlauer, wusste aber jetzt, was ein Protagonist ist.

 

Wie kannst Du über etwas schreiben, was Du selbst nicht miterlebt hast?

Noch gibt es Leute, die den Krieg und die Monate danach selbst erlebt haben. Ich habe wahnsinnig viel darüber gelesen, während ich das Buch schrieb. Und ich habe mir viele Filme von damals angeschaut. Ich glaube, man fände wesentlich weniger noch lebende Zeitzeugen, wenn die Geschichte im Mittelalter spielte. Zusätzlich habe ich mir viele Filme im Internet oder von DVD angeschaut.

 

Was hast Du denn da angeschaut?

Deutsche und amerikanische Wochenschauen und historische Filmaufnahmen der Amerikaner. Da gibt es ein paar sehr gute DVD’s. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich ‘Saving Private Ryan’, ‘Band of Brothers’ und 'Tage des Ruhms' zusammen etwa 25 mal gesehen. Sehr beeindruckend.

 

Wo hast Du die ganzen Informationen her?

Ich bin in der Gegend rum gefahren (Handlungsorte) und habe alte Leute auf der Strasse angesprochen. Dadurch bekam ich viele Informationen wie es damals so war. Im Internet fand ich viele Berichte von US-Veteranen, die in Deutschland waren. So habe ich einen Mix aus Geschichte, Realität und Fiktion gemacht. Und ich habe die Rathäuser der jeweiligen Orte besucht und um Infos gebeten. Die waren auch alle sehr hilfreich. Auch in Antiquariaten habe ich Bücher über Karlsruhe und die Besatzungszeit finden können. Da kommt ganz schön was zusammen.

 

War es denn damals so, wie Du es beschreibst?

Ich glaube schon. Vielleicht auch schlimmer. Wenn ich alles haarklein beschrieben hätte, was und wieso, wären es kein Krimis mehr. Geplant waren beim 1. Buch ja höchstens 150 Seiten. *lacht* Wenn das 3. und letzte Buch erscheint, habe ich über 1000 geschrieben.

 

Wie lange schreibst Du an deinen Büchern durchschnittlich?

Knapp 7 - 10 Monate, je nach Lust und Laune. Meistens jedoch nachts oder am späten Abend

 

Was willst Du mit deinen Büchern bezwecken?

Es soll gegen das Vergessen sein. Junge Erwachsene lesen ja keine Geschichtsbücher, aber vielleicht einen Regionalkrimi als eBook. Wer weiß...

 

Harald Pflug  |  otonegris@googlemail.com